Was versteht man unter chronischen Wunden?

Zeigt eine Wunde trotz sachgerechter lokaler Behandlung von mehreren Wochen keine eindeutigen Heilungstendenzen, gilt die Wunde als chronisch. Ab welchem Zeitpunkt sie genau chronisch ist, ist schwer zu definieren. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ursachen sind meist Grunderkrankungen wie Diabetes (Zuckerkrankheit), arterielle Verschlusskrankheiten - die z.B. zu infizierten Geschwüren und Gewebedefekte führen und venöse Insuffizienz. Komplikationen bzw. Störungen der Wundheilung können ebenfalls eine Ursache darstellen. Die Anzahl der Patienten mit chronischen Wunden wird in Deutschland auf ca. 2,5 Millionen geschätzt, Tendenz steigend.


Modernes Wundmanagement

Die Wundbehandlung beinhaltet neben dem sachgerecht durchgeführten Verbandswechsel eine Reihe von Maßnahmen, die unter dem Begriff "Wundmanagement" zusammengefasst werden können. Der Heilungsverlauf chronischer Wunden hängt entscheidend von der Kompetenz des Behandlungsteams ab. Ziel der Wundtherapie und der Pflege sollte eine Verbessung der Wundverhältnisse unter Berücksichtigung und Einbeziehung der persönlichen Vorraussetzungen (Grunderkrankung, heilungsverzögernde Faktoren, Lokalisation der Wunde) sein. Wichtigste Voraussetzung ist ein gutes Zusammenspiel mit Arzt, Wundtherapeut und pflegender Person (Pflegedienste, Angehörige).


Welche Aufgaben hat der Wundtherapeut?

Der Wundtherapeut beurteilt die Wunde, wählt phasengerechte Materialien aus und führt den Verbandswechsel unter den Aspekten - Wirkung der Materialien und korrekte Handhabung - durch. Er leitet Pflegekräfte und Angehörige im Umgang mit der Versorgung an, berät individuell vor Ort - dabei steht der Patient als ganzheitlicher Mensch im Vordergrund - und liefert die Produkte frei Haus. Ein wichtiger Aspekt ist die haftrechtliche sichere Dokumentation, die Transparenz durch statistische Erhebung des Wundverlaufes für Pflegeeinrichtungen, Krankenkasse und Ärzte,die sogenannte Evaluation - Beschreibung, Analyse und Bewertung der Wunde.


Beispielhafte Heilungsverläufe nach der Wundversorgung unseres Care-Teams

Für den erfolgreichen Wundheilungsprozess ist die genaue Absprache zwischen den behandelnden Ärzten, den Wundtherapeuten, den Pflegediensten sowie dem Patienten und seinen Angehörigen von großer Bedeutung. Je nach Heilungsphase der chronischen Wunde wird dann das entsprechende Verbandsmaterial ausgewählt – Vertrauen Sie auf uns und unsere Erfahrung. Hier einige Beispiele:


Dekubitus im Sacral-Bereich einer 87jährigen, bettlägerigen Patientin

Versorgung: Reinigung mit Wundspüllösung; Belaglöser: Hydrogel; Exsudatmanagement: Hydrofaser mit PU Schaum adhesive

Ulcus Cruris Mixtum rechter Unterschenkel, 77jährige Patientin

Versorgung: Reinigung mit Wundspüllösung; Belaglöser: Hydrogel; PU Schaum non adhäsive (nach 3 Monaten Umstellung auf Alginat); Noch in Behandlung (19.3.13)

Wundheilungsstörung nach Bauch OP, 66jährige Patientin, Übernahme nach VAC Therapie in Klinik

Versorgung: Reinigung mit Wundspüllösung; Wundfüller: Alginat (nach 4 Wochen nur noch PU Schaum adhäsive

Wundteam Schneider & Piecha



Schneider & Piecha GmbH · Sanitätshaus & Orthopädietechnik
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